


Fellwechsel Pferd: Wann und wie du dein Pferd unterstützt
Fellwechsel beim Pferd: Wann er stattfindet, was dein Pferd braucht und wie du den Wechsel vom Winter- zum Sommerfell unterstützen kannst.
Der Fellwechsel beim Pferd kostet deinen Vierbeiner richtig viel Kraft. Zweimal im Jahr muss sein Körper das komplette Haarkleid erneuern. Das ist Schwerstarbeit für den Organismus - und du kannst einiges tun, um ihn dabei zu unterstützen.
Wann findet der Fellwechsel statt?
Dein Pferd wechselt sein Fell nicht nach Kalender, sondern nach Tageslicht. Die Photoperiode steuert den Prozess über Hormone. Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, beginnt das dicke Winterfell zu wachsen. Der Wechsel zum Sommerfell startet bereits im Januar, auch wenn draußen noch Minusgrade herrschen.
Der Frühjahrsfellwechsel dauert meist länger und ist anstrengender. Dein Pferd muss das schwere Winterfell loswerden und gleichzeitig das neue, feine Sommerhaar produzieren. Das kann 6-8 Wochen dauern.
Ältere Pferde und Pferde mit Stoffwechselproblemen brauchen oft länger. Bei ihnen kann sich der Fellwechsel bis in den Mai hinziehen.
Warum ist der Fellwechsel so anstrengend?
Während des Fellwechsels läuft dein Pferd auf Hochtouren. Der Stoffwechsel arbeitet intensiver, der Energiebedarf steigt um 10-15%. Gleichzeitig muss der Körper große Mengen an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen bereitstellen.
Viele Pferde sind in dieser Zeit:
Müder und weniger leistungsbereit
Empfindlicher bei der Fellpflege
Anfälliger für Infekte
Unruhiger oder schlecht gelaunt
Das ist völlig normal. Dein Pferd investiert seine Energie eben in den Fellwechsel statt ins Training.
Richtige Pflege während des Fellwechsels
Bürsten ist jetzt das A und O. Aber nicht einfach drauflos schrubben. Das tut weh und stresst dein Pferd zusätzlich.
So machst du es richtig:
Beginne mit einer weichen Bürste oder dem Gummistriegel
Arbeite in kreisenden Bewegungen, das löst die losen Haare schonend
Nutze danach die Kardätsche, um die gelösten Haare zu entfernen
Bei empfindlichen Stellen wie Bauch und Beinen besonders vorsichtig sein
Ein Fellwechselstriegel aus Metall kann hilfreich sein, aber nur bei robusten Pferden. Teste vorsichtig, ob dein Pferd das mag.
Milos Morning Briefing in der ManeMap App berücksichtigt übrigens auch den Fellwechsel. Er kombiniert die lokalen Wetterdaten mit dem Profil deines Pferdes und schlägt dir vor, wann ein guter Tag für intensives Putzen ist - und wann du es lieber ruhiger angehen solltest.
Fütterung anpassen für den Fellwechsel
Dein Pferd braucht jetzt mehr Energie und bestimmte Nährstoffe. Hochwertiges Eiweiß ist besonders wichtig, denn Haare bestehen zu 95% aus Protein.
Diese Nährstoffe unterstützen den Fellwechsel:
Zink: Für gesundes Haarwachstum
Kupfer: Für die Fellpigmentierung
Biotin und B-Vitamine: Für starke Haarstruktur
Omega-3-Fettsäuren: Für glänzendes Fell
Leinsamen, Bierhefe oder spezielle Fellwechsel-Ergänzungen können helfen (nach Absprache mit dem Tierarzt). Achte auch darauf, dass dein Pferd genug trinkt - trockene Haut behindert den Fellwechsel.
Training während des Fellwechsels
Weniger ist mehr. Dein Pferd hat weniger Energie zur Verfügung und schwitzt unter dem dicken Winterfell schneller. Reduziere die Trainingsintensität und achte auf längere Aufwärm- und Abkühlphasen.
Besonders wichtig: Nach dem Reiten gut trocken reiben und eine Abschwitzdecke auflegen. Sonst riskierst du Erkältungen oder Verspannungen.
Wann du dir Sorgen machen solltest
Normalerweise ist der Fellwechsel bis Ende Mai abgeschlossen. Kontaktiere deinen Tierarzt, wenn:
Der Fellwechsel sich bis in den Sommer hinzieht
Das neue Fell stumpf oder struppig aussieht
Kahle Stellen oder Ekzeme entstehen
Dein Pferd deutlich abmagert
Es anhaltend müde und appetitlos ist
Bei älteren Pferden kann ein verzögerter Fellwechsel auf das Equine Cushing Syndrom hindeuten. Lass das abklären.
Stop Guessing! Teste ManeMap Pro 30 Tage kostenlos. Milo analysiert Wetter, Training und Gesundheit, damit du jeden Tag weißt, was dein Pferd während des anstrengenden Fellwechsels braucht.
Der Fellwechsel beim Pferd ist Schwerstarbeit für den Organismus. Mit der richtigen Pflege, angepasster Fütterung und reduziertem Training unterstützt du deinen Vierbeiner optimal durch diese anstrengende Zeit.