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AKU Pferd

Ankaufsuntersuchung beim Pferd: Was die AKU wirklich bringt

AKU beim Pferdekauf: Ablauf, Kosten und was du beachten musst. So vermeidest du teure Überraschungen beim neuen Pferd.

Du hast dein Traumpferd gefunden und willst es kaufen? Dann solltest du über eine Ankaufsuntersuchung nachdenken. Die AKU ist wie ein TÜV für Pferde und kann dir später viel Ärger ersparen.

Was passiert bei der Ankaufsuntersuchung

Die AKU macht ein Tierarzt, den du selbst aussuchst. Nicht der Verkäufer bestimmt den Arzt. Das Pferd wird von Kopf bis Huf durchgecheckt: Herz, Lunge, Augen, Zähne, Beine und der ganze Bewegungsapparat.

Der Tierarzt testet auch die Bewegungen. Das Pferd läuft im Schritt und Trab auf hartem und weichem Boden. Manchmal kommen Beugeproben dazu - dabei wird ein Bein angewinkelt gehalten und danach geschaut, ob das Pferd anders läuft.

Bei manchen AKUs macht der Tierarzt Röntgenbilder von den Beinen. Das kostet extra, zeigt aber Probleme in den Knochen und Gelenken.

Große und kleine AKU: Die Unterschiede

Bei der kleinen AKU schaut der Tierarzt das Pferd nur äußerlich an. Herz abhören, Augen kontrollieren, Bewegung testen. Das reicht für ein Freizeitpferd oft aus.

Die große AKU ist gründlicher. Hier kommen Röntgenbilder dazu, manchmal auch Blutuntersuchungen. Für Sportpferde oder teure Pferde lohnt sich das meist.

Milo von ManeMap kann dir übrigens dabei helfen, die Ergebnisse der AKU richtig einzuordnen. Er kombiniert die tierärztlichen Befunde mit den geplanten Aktivitäten für dein Pferd und zeigt dir, worauf du achten solltest.

Was die AKU kostet

Eine kleine AKU kostet zwischen 150 und 300 Euro. Bei der großen AKU mit Röntgenbildern werden es schnell 500 bis 800 Euro oder mehr.

Das klingt nach viel Geld. Aber stell dir vor, du kaufst ein Pferd für 8.000 Euro und stellst später fest, dass es lahm wird. Dann waren die 300 Euro für die AKU gut investiert.

Die Kosten trägst übrigens immer du als Käufer. Auch wenn das Pferd durchfällt.

Wann du auf eine AKU verzichten kannst

Bei einem 25-jährigen Rentner-Pony für 500 Euro lohnt sich die AKU meist nicht. Hier sind kleine Wehwehchen normal.

Auch wenn du das Pferd schon länger kennst und oft geritten bist, weißt du meist schon, wie es läuft. Eine AKU bringt dann wenig Neues.

Bei jungen, gesunden Pferden für den normalen Freizeiteinsatz reicht oft die kleine AKU.

Die häufigsten Probleme bei der AKU

Viele Pferde fallen durch, weil sie Chip-Frakturen in den Gelenken haben. Das sind kleine Knochensplitter, die auf dem Röntgenbild sichtbar werden. Manche Pferde laufen damit problemlos, andere werden lahm.

Spat und Arthrose in den Gelenken sind auch häufige Befunde. Bei älteren Pferden fast normal, bei jungen ein Problem.

Herzgeräusche findet der Tierarzt bei vielen Pferden. Die meisten sind harmlos, aber manche bedeuten echte Herzprobleme.

So bereitest du dich auf die AKU vor

Vereinbare den Termin rechtzeitig. Gute Tierärzte sind oft wochenlang ausgebucht.

Das Pferd sollte sauber und trocken sein. Matsch an den Beinen macht die Untersuchung schwer.

Nimm dir Zeit. Eine gründliche AKU dauert 1-2 Stunden.

Lass dir alles erklären. Der Tierarzt muss dir sagen, was er macht und was er findet.

Nach der AKU: Wie es weitergeht

Du bekommst einen schriftlichen Bericht mit allen Befunden. Steht dort "ohne besonderen Befund", ist alles in Ordnung.

Bei Auffälligkeiten erklärt dir der Tierarzt, was sie bedeuten. Manche Probleme sind harmlos, andere machen das Pferd unbrauchbar.

Du entscheidest dann, ob du das Pferd trotzdem kaufen willst. Vielleicht kannst du auch den Preis verhandeln.

Nach dem Kauf kann dir ManeMap helfen, die Gesundheit deines Pferdes im Blick zu behalten. Das System erinnert dich an wichtige Kontrolltermine und passt die Empfehlungen an die Befunde aus der AKU an.

Wann zum Tierarzt

Wenn dein Pferd nach dem Kauf lahmt, obwohl die AKU unauffällig war, geh sofort zum Tierarzt. Manchmal entwickeln sich Probleme erst später.

Auch bei anderen gesundheitlichen Veränderungen solltest du nicht warten. Je früher Probleme erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln.

Dein nächster Schritt

ManeMap erinnert dich automatisch an die wichtigsten Pflegetermine — personalisiert für dein Pferd. Ab 1. Mai 2026 im Google Play Store.

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Die Ankaufsuntersuchung (AKU) ist wie ein TÜV für Pferde und kann dir beim Kauf teure Überraschungen ersparen. Erfahre, was dabei passiert, was es kostet und wann es sich lohnt.

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